Eine fiktive Geschichte zum Ableben von Holger Sinnlos

Ein Polizist erschoss gestern abend in Berlin- Neukölln den geistig verwirrten Holger Sinnlos. Er hatte bei der Polizei angerufen, er würde sich und seine Mutter umbringen. 20 Polizisten rückten daher zum Haus in der Okerstraße an. Als sie klingelten, stürzte Holger Sinnlos mit einem Messer auf einen Polizisten. Ein Kollege schoß auf Sinnlos, der sofort tot war. Seine Mutter war nicht in der Wohnung.

Sein Nachbar berichtete, dass sich Holger Sinnlos bei ihm einen Anzug geliehen hatte. Sinnlos hatte eine fixe Idee. Er wollte nach Frankfurt ins Bankenviertel und Josef Ackermann eine Torte ins Gesicht schmeißen. Ihn inspirierte der Tortenwurf auf Guttenberg. Zur Vorbereitung besuchte er ein Humortraining an der Volkshochschule Mitte. Doch er kam nicht weit. Er hatte versäumt, sich nach dem Besuch seiner demenzkranken Mutter im Ruhrpott wieder anzumelden. Sinnlos wurde sanktioniert, so dass ihm das Geld für die Fahrt nach Frankfurt fehlte.

Holger Sinnlos hatte ein Ziel, er wollte berühmt werden. Sein Vorbild hieß Henrico Frank. Der hatte Kurt Beck auf einem Weihnachtsmarkt wegen der Hartz IV- Reform beschimpft. Kurt Beck wollte ihm Arbeit vermitteln. So als Tellerwäscher. Aber Henrico hatte Glück. Ein Musiksender bot ihm einen Job an. Davon träumte der Punk Sinnlos.

In seiner Wohnung hingen Zettel, die besagten, dass sich seine Musikanlage und eine Bohrmaschine im Pfandhaus befanden. Der Nachbar erzählte, dass Holger Sinnlos auf den Gerichtsvollzieher wartete. In der Küche befanden sich noch vergammelte Reste aus der Lebensmittelausgabe, die er regelmäßig besuchte. Neben seinem Bett rollten die Flaschen. Er war in psychiatrischer Behandlung.

In Neukölln wartet ein Gemeinschaftsgrab auf ihn. Nichts was die Kosten deckt.