Robert F. Barsky: Noam Chomsky Libertärer Querdenker, Edition 8 Zürich 1999


  • Erwachsene durch Medien und Erziehungssystem indoktriniert
  • Chomsky: Ich stand immer auf der Seite der Verlierer zum Beispiel der spanischen Anarchisten (S. 39)
  • „Die Intellektuellen im Banne der marxistischen Tradition (Lukacs, Frankfurter Schule usw.) habe ich ein wenig gelesen, war aber offen gesagt nicht sehr daran interessiert. Um ehrlich zu sein, finde ich diese Art Studien nicht sehr erhellend. Die brauchbaren Ideen sind doch alle ziemlich einfach, und ich sehe nicht ganz, was all das Wortgeklingel soll.“ (S.47)
  • die eindimensionale Weltsicht, die die bürgerlichen Medien vor uns errichten, ist verdächtig geschlossen und dient dazu, den herrschenden Zustand aufrechtzuerhalten
  • Rätekommunismus als politische Alternative wird im Westen selten erwähnt.
  • Vergünstigungen des Elfenbeinturmes, die oftmals die Distanz zwischen den Intellektuellen und dem arbeitenden Volk fördern
  • Techniken, den Konsens zu erzeugen, viel wirksamer als direkte Unterdrückung
  • Intellektuelle: Erziehung Manieren, Konversation, zur Konformität; Chomsky Verachtung der intellektuellen Szene, Zusammenarbeit der Intellektuellen mit dem Staat
  • Chomsky war für Klarheit der Sprache, hat den Verdacht gehegt, Unklarheit diene den eigenen Interessen und solle bewusst vertuschen; wenn unnötige Rhetorik und Kompliziertheit entfernt, bleiben einfache Dinge zurück, Abneigung gegen alle Vernebelungen und Intellektualisierung
  • wahre Intellektuelle sind für die herrschende Elite unattraktiv, weil sie Sachverhalte aufdecken, die die Mächtigen lieber verdeckt halten würden
  • von Berufsintellektuellen gebrauchte Stil, einfache Sachverhalte unduchsichtig und tief bedeutsam aussehen zu lassen
  • „Eine politische Analyse ist im Bereich des Offensichtlichen angesiedelt; praktisch jedermann, der aufhört, Fernsehen zu schauen, die Sportereignisse zu verfolgen oder an der Börse zu spielen, und sich stattdessen auf die Gesellschaft konzentriert, in der er oder sie lebt, könnte laut Chomsky eine angemessene politische Kritik formulieren. Er schreibt: Intellektuelle versuchen, die Sache schwierig erscheinen zu lassen, meines Erachtens treibt der Postmodernismus das ins Extrem. Aber jenseits der harten Wissenschaften und der Mathematik gibt es wirklich nicht viel, das ausserhalb der Reichweite von Leuten auch ohne spezielle Ausbildung liegt.“ (S.201)
  • Intellektuelle versuchen einfache Tatsachen durch eine verhüllende Sprache zu vertuschen, um den Pöbel fernzuhalten.
  • „Die bewusste Verschleierung von Tatsachen ist seiner Meinung nach typisch für die so genannte Postmoderne und bezeichnend für ein grösseres Problem sozialer Kontrolle. Eine weitere auffallende Eigenschaft des Postmodernismus ist für ihn dessen „extreme Art und die Tatsache, dass er Gruppen in sich aufnimmt, die sich selber für `links`halten-..“ (s. 229)
  • Intellektuelle- vieles ist trivial und/oder dient der Selbstbeweihräucherung
  • Postmodernismus-vernebelnde Sprache, selbstverliebte sprachliche Maschinenstürmerei
  • pratentiöser Blödsinn, der von Intellektuellen aus Rücksicht auf Karriere und herrschende Macht
  • jede Sprechsituation- eine Machtsituation