Emmy Ball- Hennings

Sie gehörte zu den wenigen Frauen, die die frühen Jahre des Dadaismus entscheidend geprägt haben. Stephan Resch schreibt, dass sie auch der Drogenliteratur eine weibliche Stimme verliehen hätte. „In ihrer Jugend reiste Hennings als Kabarettistin umher, doch ihre Bohemedasein brachte kaum das Existenzminimum ein. Sie verkehrte in den Künstlercafes von Berlin und München, wo sie bald den Ruf einer gewissen Leichtlebigkeit genoss. Die Liste ihrer Bekanntschaften liest sich wie ein Who is Who der damaligen Literatenszene. Hermann Hesse kannte sie ebenso wie Walter Benjamin, andere wie Albert Ehrenstein, Ferdinand Hardekopf und der damals noch junge Dichter Johannes R. Becher blieben ihr über Jahre hoffnungslos verfallen. In jener Zeit, zwischen 1912 und 1914, beginnt auch ihre Abhängigkeit von den Drogen Morphium und Äther, die damals in Künstlerkreisen weit verbreitet waren....Sie beschreibt, ähnlich wie Trakl, die Trostlosigkeit der Welt und die Aussichtslosigkeit der menschlichen Existenz.“ (aus Rauschblüten von Stephan Resch, 2009 bei Vandenhoeck& Ruprecht erschienen)

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