Fromm, Erich: Wege aus einer kranken Gesellschaft; dtv München 2003


  • „Was könnte das deutlicher beweisen, als daß die Menschen bereit sind, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, ihre Liebe zu opfern, ihre Freiheit aufzugeben, aufs eigene Denken zu verzichten, nur um zur Herde zu gehören, mit ihr konform zu gehen und sich auf diese Weise ein Identitätsgefühl zu erwerben, auch wenn es nur ein illusorisches ist.“ (S. 60)
  • gesunde Gesellschaft: fördert Fähigkeiten der Menschen
  • ungesunde Gesellschaft: verwandelt sie in Werkzeug, das ausgebeutet wird
  • Mitglieder der Gesellschaft müssen sich so verhalten, daß sie in der Weise funktionieren, wie es das Gesellschaftssystem erfordert; so handeln, wie sie handeln müssen; Gesellschaftscharakter
  • 19 Jh. Konkurrenzkampf, Horten, Ausbeutung, autoritäre Einstellung
  • 20 Jh. Es tritt anonyme Autorität des Marktes an die Stelle der offenen Autorität
  • Geschmack manipuliert, das sehen und hören will, worauf er konditioniert ist
  • man befiehlt nicht mehr, sondern überredet und manipuliert; selbst nichts von Unterwerfung merken, man wird zum „Man“; Konformität
  • „Der heutige Mensch weiß nichts mehr mit sich anzufangen, er weiß nicht, wie er sein Leben sinnvoll verbringen soll, und er sieht sich zur Arbeit hingetrieben, um einer unerträglichen Langeweile zu entrinnen.“ (S. 156)
  • der entfremdete Mensch fühlt sich sicher, wenn er sich anpaßt, so ist wie die Mitmenschen
  • Marx Fehler; glaubte an das Gute im Menschen, sobald ökonomisch befreit, Sozialisierung der Produktionsmittel sei ausreichend
  • „Der Mensch ist überall in Ketten. Seine Ketten werden nicht eher zerbrechen, als bis er empfindet, wie unwürdig es ist, ein Knecht zu sein...Sie (die Menschen) werden nicht warten, bis ihnen die Freiheit von oben her beschert wird, sondern sie werden sie sich nehmen.“ (S. 242)
  • aufhören für andere zu arbeiten, Lohnsklaverei