Dadaismus



Im Jahre 1916 gründeten in Zürich, dem Zufluchtsort vieler emigrierter Intellektueller, einige Anarchisten, Kriegsgegner, Literaten und Maler ein Kabarett. Die Gründer des Kabaretts revoltierten gegen alles, gegen die Sinnlosigkeit des Krieges ebenso wie gegen die Vernunft, die als eine Äußerung des verhaßten bürgerlichen Geistes angesehen wurde. An ihre Stelle wurde der Zufall gesetzt. Durch Zufall hatte man auch den Namen der Gruppe gefunden: das Wort „dada“, das in der Sprache französischer Kinder Holzpferdchen bedeutet. Durch die Vernunftlosigkeit der künstlerischen Handlungen sollte jegliche Kausalität in Frage gestellt werden. Die Dada- Künstler spielten mit voller Absicht den Bürgerschreck. Von den Züricher Dadaisten hat sich als bildender Künstler nur Hans Arp (1887-1966) innerhalb der Grenzen seines Schaffens einen Namen gemacht. Er klebte verschiedenartige Papierstreifen zu Bildern zusammen, wobei er sie nicht nach den Regeln der Komposition ordnete, sondern das der Willkür des Zufalls überließ. Der Gedanke im Dadaismus ist, durch die Verfremdung der Dinge und Geschehnisse im Betrachter oder Zuhörer Schockwirkungen hervorzurufen und so den Anstoß zu einer neuen Beschäftigung mit dem anscheinend Selbstverständlichen zu geben!

Dada machte sich mitten im Kriege zum erstemal deutlich bemerkbar. Dada beginnt 1916 und dauert bis 1923. Dada öffnet den 20er Jahren die Tür. Dada stellte die etablierten moralischen, ästhetischen undd gesellschaftlichen Wertebegriffe insgesamt in Zweifel. Es war ein Vakuum eingetreten, das Panorama einer Katastrophe, auf die Dada spiegelbildlich reagiert. Die Gegenstände in Ausstellungen gleichen histologischen Präparaten. Das Wesen von Dada war seine Bewegung. Das, was von Dada übrigbleibt, sind die Sedimente der Bewegung.
Die 3 Hauptkomplexe sind:
Collage, Assemblage, Materialbild, typographische Collage etc.
Montage, mit dem Akzent auf Fotomontage
Mechano-Dada, Metamaschine, Maschinenmannequin
weitere Gruppen:
Readymeade (Material-Bild)
Photogramm
automatische Zeichnung
Die aggressiv politische Satire ist ein spezifisch deutscher Beitrag zu Dada mit dem Zentrum Berlin. Das Prinzip Zufall z.B. ist Wesenselement der dadaistischen Poesie und Philosophie in der „literarischen“ ebenso wie in der „musikalischen“ und der „bildkünstlerischen“ Darstellungsform. Bevor Dada da war, war Dada da. Die Erfinder und Promoter der Dada-Bewegung sind zum allergrößten Teil aus einer Situation der geistigen Vorbereitung hervorgegangen, die ingestalt von Redaktionen, Künstlerverbünden, Diskussionsclubs und Debattierzirkeln, schon Jahre vor Ausbruch des Krieges das vorwiegend expressionistisch und futuristisch gefärbte- weltanschauliche Klima der schöpferischen Intelligenz in Europa bestimmten. Unter dem Kriegseindruck verstärkte sich das Zusammengehörigkeitsgefühl. Die dadaistische Internationale, diejjenige, die die Nachkriegsepoche einleitet, besteht von 1916 bis spätestens 1923. Die Erste Internationale Dada-Messe in Berlin 1920 ist nicht allein Höhepunkt, sondern bereits Resümee...

DADAsoph Rainer Wieczorek und andere Künstler

Malerei in der Köpi